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Travel Diary Sri Lanka – Surfen in Arugam Bay

Wir sind bereits seit über einem Monat wieder zurück und endlich habe ich es geschafft das Travel Diary über Sri Lanka fertigzustellen (shame on me, dass es so lange dauerte). Die Entscheidung, wohin es dieses Jahr für uns gehen sollte, hatten wir ganz pragmatisch getroffen. Es sollte wiederum ein Land in Südostasien werden, welches wir beide noch nicht besucht hatten und in dem es tolle Surfspots gibt – somit viel die Wahl eigentlich recht schnell auf Sri Lanka. Bis auf den Flug zu buchen und einen Reiseführer zu kaufen, hatten wir keinerlei Organisationsarbeit im Vorhinein betrieben. Wir sind beide Typen, denen es nichts ausmacht, die Dinge vor Ort zu evaluieren und spontan zu organisieren. So kann man flexibel bleiben und immer spontan entscheiden, was auf der Reise passiert. Das muss man aber wirklich mögen und sich darauf einlassen können, ich kann es total verstehen, wenn man zumindest ein paar Dinge bereits von zu Hause aus buchen möchte und so ein paar Eckpfeiler der Reise bereits festgelegt hat.

Wer, also so wie wir zwischen Mai und September nach Sri Lanka reist, sollte unbedingt an die Ostküste fahren. Im Westen und auch im Süden herrscht in diesen Monaten Regenzeit und die Gebiete werden auch immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Auch während unserer Reise blieben die Naturkatastrophen nicht aus. Wir landeten Donnerstag am frühen Morgen in Colombo und entschieden uns glücklicherweise dazu, sofort nach Arugambay weiterzufahren und nicht wie ursprünglich angedacht erst noch eine Nacht in Colombo zu bleiben.

Am Freitag setzte Monsunregen ein und überschwemmte weitgehende Teile Colombos, aber auch der Süden blieb nicht verschont. Die Wassermassen führten zu Überflutungen und Erdrutschen. In den betroffenen Gebieten mussten über 200 Menschen ihr Leben lassen. In weiten Teilen des Landes wurde Katastrophenalarm ausgerufen und Sri Lanka bat die internationale Gemeinschaft um Hilfe. Das Skurrile war, dass wir im Osten des Landes davon überhaupt nichts mitbekamen und erst als uns die besorgten Nachrichten unserer Freunde und Familien erreichten, auf die Katastrophe aufmerksam wurden. Auch die Einheimischen sprachen nicht wirklich darüber, viele wussten nicht mal von der Situation im Westen des Landes.

Verheerende Naturkatastrophen kommen in Sri Lanka immer wieder vor, was im Wesentlichen an den zwei verschiedenen Monsunen liegt. Der Süd-West-Monsun und der Nord-Ost-Monsun bestimmen hauptsächlich die Wetterlage in Sri Lanka. Glücklicherweise blieb der Osten des Landes von gröberen Unwettern verschont. Von Oktober bis Januar ist Monsunzeit im Norden und Osten des Landes, von Mai bis August im Süden und Westen. Wir hatten ziemliches Glück mit dem Wetter und nur einmal einen kurzen Tropenschauer miterlebt. Deshalb sollte man sich vor dem Antritt einer Reise gut über die aktuelle Situation informieren und die Reiseroute entsprechend nach den Monsunzeiten planen.

Surfen in Arugam Bay

Arugam Bay ist ein kleines Dorf an der Ostküte Sri Lankas und ein wahres Surfer-Paradies. Zwischen Juni und September ist Hauptsaison und die Wellen sind perfekt. In den unterschiedlichen Spots findet sowohl Anfänger und auch Fortgeschrittene ihr Vergnügen in den Wellen. Die Anreise nach Arugam Bay ist allerdings nicht ganz ohne. Als wir Mitten in der nacht am Flughafen in Columbo landeten, wollte ich eigentlich nur noch eines: schleunigst in ein Bett. Die Vorstellung nach einem 10-stündigen Flug noch weitere 12 bis 16 Stunden in einem Bus zu verbringen, trieb mich fast in den Wahnsinn. Während ich also am Flughafen vor mich hin döste, machte sich Stefan auf Erkundungstour und fand recht schnell ein Taxiunternehmen, welches uns für umgerechnet 120 Euro nach Arugam Bay bringen würde. Wir zögerten nicht lange und hatten dann sogar noch Glück und konnten uns in den Minivan und somit auch den Preis mit einem indischen Paar teilen (Fun-Fact am Rande, er war ein bekannter Fashion-Fotograf in Indien und sie Model und Bloggerin – wir hatten reichlich Gesprächsstoff ;)).

Und für alle, die es noch nicht gesehen haben, habe ich die schönsten Impressionen noch in einem kurzen Video zusammen gefasst 🙂

Die Fahrt durchs Landesinnere dauerte insgesamt nochmals 8 Stunden, wovon wir sicherlich 90 Prozent verschliefen. Als wir endlich angekommen waren, musste ja erst noch eine Unterkunft gesucht werden. In der brütenden Mittagshitze liefen wir von Resort zu Resort und nach einer guten Stunde, lagen wir endlich in einem einfachen Bungalow mit Klimaanlage. Eigentlich wollten wir noch am selben Tag sofort an den Strand gehen, doch der Jetlag knockte uns erstmal gute ein einhalb Tage völlig aus und wir schliefen die meiste Zeit einfach nur. Am dritten Tag hatten wir uns endlich einigermaßen akklimatisiert und wollten endlich zum ersten Mal wieder Surfen gehen.

Elephant Rock

Ich hatte ja vor ein paar Jahren schon zum Surfen begonnen, aber das letzte Mal auf einem Board lag auch schon wieder zwei Jahre zurück. Für Stefan war es das Erste Mal, weshalb wir uns dazu entschieden erstmal eine Stunde bei einem einheimischen Surflehrer zu nehmen.

Karim arbeitete abends auch noch in unserer Lieblingsbar, dem Friends Indeed als Barkeeper und brachte uns zu aller erst zum Elephant Rock. Den Namen verdankt der beliebte Surfspot unter dem anderem dem imposanten Felsen der aus dem Wasser ragt, aber auch der Tatsache, dass immer wieder Elefanten dort gesichtet werden. Elephant Rock liegt etwas außerhalb von Arugam Bay und ist mit dem Tuk Tuk in gut 15 bis 20 Minuten zu erreichen. Die Wellen am Elephant Rock waren damals nicht besonders, aber perfekt um wieder anzufangen und sich wieder an das Brett zu gewöhnen. Allerdings herrscht ein ziemlich reges Treiben im Wasser und man muss ziemlich die Ellbogen einsetzen, um eine Welle zu ergattern.

Richtig toll sind aber die Sonnenuntergänge am Elephant Rock. Wir nahmen uns die Zeit und kletterten auf den Felsen, von dem aus man einen unheimlich tollen Blick ins Landesinnere hat.

Sonnenuntergang am Elephant Rock 

Peanut Farm

Ein weiterer Traum-Spot in Richtung Süden von Arugam Bay ist Peanut Farm. Ein Stückchen hinter Elephant Rock zweigen die Tuk Tuk’s plötzlich von der befestigten Straße ab und bahnen sich ihren Weg über hügelige Sandwege. Übrigens sind wir immer mit Tuk Tuks zu den Surfspots gefahren und ich bin heute noch dankbar, dass ich jede Fahrt überlebt habe. Die Tuk Tuk-Fahrer nehmen kaum Rücksicht auf andere Fahrzeuge oder Verkehrsteilnehmer und schlängeln sich ihren Weg mit lautem Gehuppe durch den Verkehr.

Peanut Farm ist ebenso ein toller Spot für Anfänger und Fortgeschrittene. Ganz vorne drängeln sich die Surfschulen um jede Welle und weiter hinten bei den etwas fortgeschritteneren Surfern sieht es im Grunde nicht viel besser aus. Regeln werden kaum beachtet und jeder versucht ohne Rücksicht auf Verluste eine Welle zu ergattern.

Whiskey Point

Den besten Surftag hatten wir definitiv am Whiskey Point. Nördlich von Arugam Bay und ziemlich außerhalb ist der beliebte Spot Whiskey Point angesiedelt. Wir wurden bereits um 5:00 Uhr morgens vom Tuk Tuk abgeholt, um eine halbe Stunde später bereits im Wasser zu sein. Das Gefühl, wenn man nur zu 4. im Wasser ist, der Wind einem noch um die Ohren bläst und das Wasser wärmer als die Luft ist, während sich langsam aber sicher die Sonne ihren Weg aus dem Wasser bahnt, ist unbezahlbar. Whiskey Point war unser Lieblingsspot, denn morgens war kaum noch jemand im Wasser und Stefan und ich hatten dort einfach die besten Wellen nehmen können. Hatte man einmal die perfekte Welle gecatcht, konnte man die bis zum Strand fahren, aus dem Wasser gehen und am Strand der Bucht entlang wieder zurück zum Einstieg gehen. Gegen 7, halb 8 kamen aber auch hier bereits die ersten Surfschulen ins Wasser und es wurde schon wieder ganz schön voll. Zeit für uns zurück nach Arugam Bay zu fahren und zu frühstücken.

So sahen eigentlich die meisten unserer Urlaubstage aus. Der Wecker klingelte zwischen 4:00 Uhr und 4:30 Uhr. Nach der ersten Surfsession fuhren wir zurück nach Arugam Bay und frühstückten in Ruhe, schliefen noch ein wenig am Vormittag oder chillten direkt bereits am Strand. Am späten Nachmittag wurden wir wieder vom Tuk Tuk abgeholt, um noch eine Session zu machen. Gegen 10 Uhr Abends lagen wir meistens völlig fertig im Bett und schliefen wenig später auch schon ein.

Main Point

Der Main Point ist der beliebteste Spot in Arugam Bay und zu Fuß aus zu erreichen. Am späten Nachmittag kann man beobachten wie Karawanen an Surfern in Richtung Main Point pilgern. Jeder halbwegs geübte Surfer möchte eigentlich am Main Point surfen, dementsprechend voll ist es im Wasser. Doch nicht nur die Menge an Surfern, sondern auch der Untergrund sind nicht ungefährlich und nicht zu unterschätzen. Am Main Point wird das Riff nur an wenigen Stellen von Sand bedeckt und kann daher doch recht gefährlich werden. Mir war das Ganze zu heiß, weshalb wir darauf verzichteten am Main Point ins Wasser zu gehen.

Kumana National Park

Wer nach Sri Lanka reist, sollte sich unbedingt auch Zeit für einen Besuch in einem Nationalpark einplanen. In der letzten Urlaubswoche ließen wir uns auch wieder um 5 Uhr morgens abholen und fuhren mit einem Safari Jeep zum Kumana National Park oder auch als Yala East National Park bekannt. Von wilden Affen über Wasserbüffel und jeder Menge Vögel sahen wir ganz am Ende der Tour auch noch zwei Elefanten in freier Wildbahn.


Und jetzt ratet mal, wer unbedingt mal mit dem Safari Jeep fahren musste? 😉 

Super leckeres Essen (vor allem Fisch) gibt es im Green Room. 

Unbedingt einen Besuch wert, ist das Maya. Dort findet man super süßen Schmuck und tolle Accessoires. 

Rund um Arugam Bay liegen jede Menge Reisfelder, die von Einheimischen bewirtschaftet werden. 

Zugfahrt von Ella nach Kandy

Aufgrund der kurzen Zeit, die wir nur in Sri Lanka hatten und der doch recht beschwerlichen Transportwege entschieden wir uns die meiste Zeit des Urlaubs wirklich in Arugam Bay und mit Surfen zu verbringen. Wenige Tage vor unserem Rückflug nach Hause machten wir uns auf den Weg zum Flughafen in der Nähe von Columbo. Mit dem Taxi ließen wir uns nach Ella bringen, um von dort aus den Zug in Richtung Kandy zu nehmen. Die Zugfahrt ist bekannt und zählt als eines der Must-Do’s in Sri Lanka. Für die Entfernung von gut 150 Kilometern muss man schon rund 6 Stunden einplanen. Der Zug schlängelt sich mit gut 30 Kilometer pro Stunde durchs Landesinnere. Doch der Ausblick ist einfach unbezahlbar. Stefan verbrachte sicherlich fünfeinhalb Stunden an der offenen Zugtür und war völlig gefesselt.

Teefabrik

Columbo

Den letzten Tag verbrachten wir noch in Columbo. Wir entspannten ein wenig im Hotel und an der Rooftop Bar und schlenderten noch durch die Stadt, bevor wir uns auch schon zum Flughafen aufmachen mussten.

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4 Comments

  • Reply
    Carrie
    27. Juli 2017 at 6:17

    die Bilder sind einfach fantastisch. Da wär ich jeztt auch unglaublich gern
    http://carrieslifestyle.com

    • Sarah
      Reply
      Sarah
      14. August 2017 at 23:01

      Danke liebe Carrie <3

  • Reply
    Veri
    15. August 2017 at 21:00

    Wunderschöne pics, Sarah! Da packt einen sofort die Reiselust!

    • Sarah
      Reply
      Sarah
      15. August 2017 at 22:31

      Danke liebe Vörtschi und ja am liebsten würd ich auch sofort wieder die Koffer packen 😉 <3

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