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Kenia: Kitesurfen in Watamu Beach

Kenia: Kitesurfen in Watamu Beach

Vor unserem Urlaub verband mich mit dem Kitesurfen eher so eine Hassliebe. Kennt ihr das, wenn ihr eine Sportart wahnsinnig aufregend findet und gleichzeitig aber auch so richtig die Hosen voll habt? Meine weniger glücklich verlaufende Beziehung zum Kiten begann mit dem Versuch es in 3 Tagen im 8 Grad kalten Gardasee in Italien zu lernen. Viel zu früh hatte man mich einfach mit dem Kite ins eiskalte Wasser geschickt und ich spürte dort ohne Stehen zu können, ohne die Kontrolle über den Schirm zu haben, mich welcher Kraft der Kite auf den Körper wirkt.

Nina und ihr Freund hatten dann letzten Sommer den Vorschlag gemacht, dass wir doch das Kiten so richtig lernen könnten. Gesagt getan – verbrachten wir ein paar gemeinsame Tage am Neusiedler See. Aber nach wenigen Stunden verabschiedete sich der Wind auch wieder. Das war es also vorerst wieder mit dem Versuch Kitesurfen zu lernen. 

Und so entstand dann irgendwann die Idee einen 3. Versuch im Jänner zu starten. Anfangs planten wir eigentlich mit Ägypten, doch irgendwann kam dann Kenia als Reiseziel auf. Watamu Beach liegt nördlich von Mombassa und ist mit dem Auto in gut 2 Stunden zu erreichen. Alle Infos über Kenia als Reiseziel und unsere Tipps findet ihr in diesem Blogbeitrag

Insgesamt verbrachten wir 10 Tage in Kenia. Mit zwei Reisetagen und einem Tag Safari (der Beitrag kommt in den kommenden Tagen) blieben uns am Ende also 7 Tage um das Kitesurfen in Watamu Beach zu lernen. 

Kitesurfen in Watamu Beach: die wichtigsten Infos

An der Ostküste gibt es mehrere Kitespots, die in der Szene bekannt sind. Wir verbrachten aber unsere Zeit am Turtle Bay (oder auch Garoda Beach genannt). Die Bucht ist rund 7 Kilometer lang und aufgrund der Gezeiten herrschen dort perfekte Bedingungen für Kite-Anfänger, aber auch fortgeschrittene Kiter kommen dort auf ihre Kosten. Der Spot ist begrenzt durch ein Riff, das rund 500 Meter von der Küste entfernt liegt. Es gibt einige Sandbanken, in deren seichtem Wasser man super stehen und so mit den Wasserstart super easy üben kann.

Unter Kite-Surfern gilt Kenia zu dieser Jahreszeit als besonders windsicher. Ab ca. 13 Uhr frischt der Wind auf und hält sich in der Regel konstant bis Sonnenuntergang. War der Traumstrand mit weißem Sand und türkisfarbenem Meer am Vormittag noch menschenleer, konnte man beobachten wie gegen frühen Nachmittag immer mehr bunte Kites übers Wasser zogen.

Noch ein Punkt der mich absolut überzeugte ist die Wassertemperatur. Ich bin kein großer Fan von kälterem Gewässer und fand es einfach so toll, dass das die Wassertemperatur in Watamu bei rund 30 Grad lag. Man könnte theoretisch also fast im Bikini surfen, allerdings ist die Sonne super aggressiv und ein Surfsuit mit langen Ärmeln also kein Fehler.

Kitestation: JC Kitehouse

Die Kitestation am Garoda Beach heißt JC Kitehouse und wird von einem italienischen Kitesurfer geführt. Nina und ihr Freund brachten ihr eigenes Material mit nach Kenia und buchten sich dort für 90 Euro pro Woche pro Person ein Storage. Steff und ich nahmen uns einen so genannten Auffrischungskurs für 180 Euro pro Person inkl. Material (der Kurs beinhaltete 3 Stunden).

Für das Ausleihen des Materials für eine Stunde zahlte man im JC Kitehouse 50 Euro pro Stunde. Für einen ganzen Tag zahlte man rund 70 Euro pro Person, wobei es Staffelungen gab, je länger man das Material buchte.

Tipp: An der Kitestation selbst gibt es keine Möglichkeit Essen oder Trinken zu kaufen. Man kann zwar in den Hotels nebenan Essen kaufen, allerdings gab es dort auch immer fixe Zeiten. Wir nahmen uns eigentlich immer selbst kleine Snacks und Wasser mit an den Strand.

Kitesurfen – meine Erfahrungen

Besonders für mich waren die Stunden mit einem Kitelehrer wichtig. Ich fand es super, dass es ein Einzelunterricht war und der Lehrer wirklich nur bei mir war. Besonders zu Beginn hatte ich einfach riesengroßen Respekt vor dem Schirm. Aber auch das Gefühl den Kite nicht wirklich unter Kontrolle zu haben. Doch ich hatte einen super lieben (und vor allem geduldigen) Lehrer, der mir die Basics des Kitens innerhalb weniger Stunden beibrachte. Und so konnte ich am Ende des Urlaubs den Wasserstart in beide Richtungen und konnte so auch schon in beide Richtungen hin und her fahren.

Bei meinem Freund sah die Sache natürlich gleich anders aus. Durch das Paragleiten war das Handling des Kites für ihn ein Leichtes. Nach nur einer Stunde stand er natürlich problemlos am Brett und beschäftigte sich hauptsächlich damit wie er Springen und diverse Tricks ausführen konnte.

Mein Fazit zum Kitesurfen in Kenia ist, dass es sich auf jeden Fall auszahlt. Wir hatten insgesamt ja wirklich nur 7 Tage Zeit zum Kitesurfen. Vor allem die Buch rund um das JC Kitehouse ist einfach traumhaft. Selbst wenn man mal einen Tag nicht ins Wasser will, ist der Strand paradiesisch. Das Wasser hat rund 30 Grad und man kann auch einfach genial entspannen.

Für mich aber das Allerwichtigste: ich konnte endlich die Angst vorm Kitesurfen hinter mir lassen und hab das Prinzip des Kitens verstanden. Mir hat Kitesurfen zum ersten Mal richtig Spass gemacht. Natürlich fehlt mir noch jegliche Routine, aber von diesem Punkt ausgehend kann ich mir gut vorstellen bald wieder zum Kiten irgendwo hinzufahren und den Sport weiter zu verfolgen. Eine Woche länger, wäre natürlich perfekt gewesen, aber das geht am Ende des Urlaubs doch im Grunde jedem so, oder? 😉

2 Kommentare

  1. Avatar
    Mona
    26. Februar 2020 / 17:14

    Liebe Sarah,
    das ist wirklich ein ganz toller Bericht über deine Erfahrungen mit dem Kitesurfen. Ich kann mich absolut mit deiner Hassliebe identifizieren :). Ich habe erst im letzten Jahr das Kiten richtig in Ägypten gelernt und zuvor gab es bei mir auch ein paar „gescheiterte“ Versuche in der kalten Nordsee. Mittlerweile macht es mir total Spaß und die nächsten Trips sind schon geplant. Ich freue mich über Kitespot Berichte von dir in Zukunft 🙂
    Liebe Grüße, Mona

    • Sarah
      Sarah
      Autor
      28. Februar 2020 / 13:57

      Hi liebe Mona,
      freut mich, wenn dir der Beitrag gefällt – ja ich muss auch sagen, in 30 Grad heißem Wasser macht das auch gleich viel mehr Spass, als in der rauen Nordsee 🙂 Danke dir und bis bald, Alles Liebe, Sarah

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