Travel Diary Lissabon

Tag 1 – Mittwoch 

Mein Wecker klingelte um 4:25 Uhr. Obwohl ich nur rund zwei Stunden geschlafen hatte, war ich hellwach. Zwar völlig benommen aufgrund des akuten Schlafmangels, doch ziemlich nervös vor Angst den Bus Richtung Flughafen München zu verpassen. Nicht anders fühlte sich wohl Verena vom Blog Who is Mocca?. Ihr Frenchie Mocca musste sich am Abend vor unseres Abfluges noch einer OP unterziehen, da er ein Stück Gummi verschluckt hatte. Ohne Frühstück und mit knurrenden Mägen, dafür aber voller Vorfreude auf Lissabon dösten wir auf der Fahrt von Innsbruck nach München so vor uns hin. Check-In und Security Check meisterten wir ohne Komplikationen und freuten uns endlich auf ein richtig leckeres Frühstück. Für schlappe 18 Euro pro Person bekamen wir am Flughafen ein Frühstück, das eigentlich eine Frechheit war, aber auch das konnte unsere Laune nicht trüben. Nach 3 Stunden Flug über den Wolken landeten wir schließlich in Lissabon. Da wir erst gegen 18:00 Uhr unser Appartement beziehen konnten, beschlossen wir den Nachmittag ganz gemütlich bei Kaffee und Chai-Tee-Latte im Starbucks unseres Vertrauens zu verbringen.

Verena kommunizierte am Nachmittag noch mit unserem Vermieter und sie vereinbarten, dass wir uns um 18:00 Uhr an der besagten Adresse treffen mögen. Verena lotste uns mit der Citymap App in die richtige Richtung. Hatte ich eigentlich erwähnt, dass Lissabon auf 7 Hügeln erbaut wurde? Nein? Dem ist aber so. Wenn man also durch die Stadt läuft, kommt man also nicht drum herum immer wieder ziemlich steile Aufstiege in Angriff nehmen zu müssen. Sollte ja im Grunde keine allzu große Herausforderung für uns zwei Tiroler Bergziegen darstellen, aber hatte ich erwähnt, dass jede von uns einen 20 Kilo Koffer hinter sich her zog? Dem Rikscha-Fahrer hatten wir noch dankend abgewunken, bis wir mit unseren Koffern mitten in einer steilen Gasse hingen und der Sprühregen wiederum einsetzte. Die Einheimischen konnten es nicht ganz fassen und blieben teilweise stehen, um uns bei unserem Unterfangen zu „bewundern“ oder auszulachen 😉 Liebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-LissabonDer Aufstieg sollte sich allerdings lohnen, denn auf der Suche nach dem Appartement stolperten wir zufällig über einen kleinen Park, den Jardim de Sao Pedro de Alcântara und konnten erstmals den wundervollen Ausblick über die Stadt bewundern. Liebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-Jardim de Sao Pedro de AlcântaraIrgendwann im Laufe des Abends stieß Verenas Freund Christian vom Männerblog Beats and Dogs zu uns und wir machten uns gemeinsam auf die Suche nach dem veganen Restaurant „The Food Temple“. Ich selbst bin ja keine Veganerin, allerdings kann ich das Lokal nur empfehlen. Das Menü wechselt täglich und man achtet auf die Verwendung von regionalen und saisonalen Produkten.Liebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-The-Food-TempleLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-The-Food-TempleAn diesem Abend fielen Verena und ich einfach nur noch ins Bett, murmelten einander ein kurzes „Gute Nacht“ zu, an mehr kann ich mich nicht mehr erinnern.

Tag 2 – Donnerstag

Liebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-LissabonWir hatten beide geschlafen wie zwei Steine und wachten dementsprechend ausgeruht und motiviert die Stadt zu erkunden, am nächsten Tag auf. Wir wollten den Tag (diesmal aber wirklich) mit einem leckeren Frühstück starten und machten uns auf die Suche nach dem Brunch Kaffee. Die Empfehlungen für das kleine süße Café hatten nicht zu viel versprochen, frische Früchte, Joghurt, Eierspeise mit Brot und einem leckeren Kaffee – besser konnte unser erster Tag eigentlich gar nicht starten. Liebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-The-Brunch-CafeAnschließend wollten wir das gute Wetter ausnutzen und machten uns auf die Suche nach einer coolen Foto Location für unsere ersten Outfits. Am Praça Do Comercio dem berühmten Platz mit der Reiterstatue direkt am Fluss Tajo wurden wir fündig. Ich kann nicht genau beschreiben warum, aber ich liebe Städte, die umgeben sind von Wasser. Der Tajo ist ein richtig weitläufiger Fluss und man hatte beinahe das Gefühl bereits einen Blick auf den Atlantik werfen zu können. Von dort aus erhaschten wir erstmals auch die berühmte Brücke von Lissabon Ponte 25 de Abril, die einem ein klein wenig das Gefühl gibt in San Francisco gelandet zu sein. Anschließend läuteten wir einen kleinen, aber feinen Shopping Marathon ein bis wir uns, völlig erschöpft und beladen mit jeder Menge Tüten auf den Heimweg machten. Im Nachhinein betrachtet, wäre es wahrscheinlich besser gewesen das tolle Wetter auszunützen, aber im Hinterher weiß man es doch immer Besser 😉Liebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-LissabonLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-LissabonLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-Who-is-Mocca?

Tag 3 – Freitag

Der Freitag begann bereits etwas verregnet und wir entschieden den Vormittag gemütlich im Appartement zu bleiben, um gegen Mittags mit Christian Essen gehen zu können. Auf dem Weg in die Innenstadt konnten wir nicht anders und stoppten immer wieder an dem ein oder anderen Store, doch das eigentliche Programm war der Marsch auf die Burg São Jorge. Wer Verena und mir auf Snapchat folgt, konnte live dabei sein, wie wir erstmal einmal rund um die Burg rumgelaufen waren, um uns von einem motivierten Wachposten einen eigens für uns gezeichneten Stadtplan mit seinen besten Lissabon-Tipps aushändigen zu lassen. Dank seiner Wegbeschreibung schafften wir es letztendlich dann doch noch auf die Burg. Der Ausblick vom höchsten Blick der Burg auf die Stadt und den Fluss Tajo war wirklich atemberaubend. Ich konnte nicht anders, als einen Moment innehalten und den Blick genießen. Dieser Ausblick musste natürlich auch wieder für Outfitbilder genutzt werden. Im einem Moment strahlte noch die Sonne vom Himmel, im nächsten Moment konnten wir zuschauen, wie über dem Fluss die nächste Front hereinzog und ordentlich Wind mitbrachte. Wir flüchteten ins angrenzende Museum und warteten darauf, bis sich das Wetter beruhigte. Innerhalb von Minuten schienen auch die Temperaturen um einige Grad gesunken zu sein. Wir ließen uns die Laune nicht verderben und Verena kam auf die Idee eines dieser Motorrad-Taxis zu nehmen. So tuckerten wir eingehüllt in Decken und unter dem pausenlosen Gebrabbel der Fahrerin durch das verregnete Lissabon. Wenn ihr mal in Lissabon seid, müsst ihr unbedingt mit so einem Ding fahren, die Fahrer sind super lieb und es ist einfach richtig lustig so durchgeschüttelt über das Kopfsteinpflaster zu holpern. Den dritten Tag ließen wir mit einem Besuch in einer angrenzenden Shopping Mall ausklingen.Liebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-LissabonLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-Sao-JorgeLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-Sao-JorgeLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-Sao-Jorge

Tag 4 – Samstag

Da Christian das Wochenende frei bekommen hatte, wollten wir die Tage für den ein oder anderen Ausflug nutzen. Für Samstag hatten wir uns das kleine Örtchen Sintra, welches bekannt für seine Burgen und Paläste ist, ausgesucht. Nichts ahnend machten wir uns auf den Weg zu Christian ins Hotel und merkten bereits auf den ersten Metern, dass die Temperaturen im Vergleich zum Vortag nochmals richtig gesunken waren. Ich war bereits zu diesem Zeitpunkt durchgefroren. Doch es wurde noch besser. Da wir schon davon ausgingen, dass es ein regnerischer Tag wird und wir nicht wirklich mit warmen Sachen ausgestattet waren, beschlossen wir nochmal einen Abstecher bei Zara vorbei zu gucken, um eventuell noch eine Regenjacke und einen warmen Pullover zu ergattern. Auf dem Weg dorthin bekamen wir die Lissabons raues Gesicht das erste Mal zu spüren. Eiskalte Windböen und Regen peitschen uns um die Ohren – meine Schuhe hatten sich nach wenigen Metern mit Wasser gefühlt und meine Laune war dementsprechend im Keller. 10 Minuten später kam es einem so vor, als hätte das Unwetter nie stattgefunden und die Sonne strahlte vom blauen Himmel. War ich denn paranoid?!? So ging das den ganzen lieben langen Tag weiter. Unwetter, sodass man das Gefühl hatte, die Welt würde gleich untergehen und im nächsten Moment das schönste Wetter. Nichtsdestotrotz wollten wir die Tage nutzen und machten uns auf den Weg nach Sintra, um den Palácio Nacional da Pena zu besuchen. Wiederum mit einem Tuk Tuk mit einem sehr amüsanten Fahrer, der meinte er müsse um die nassen Serpentinen driften, ließen wir uns zum Palast bringen. Aufgrund seines Baustils gilt der Palast als das Neuschwanstein Portugals. Am Abend entschieden Verena und Christian sich dazu nochmal shoppen zu gehen, während ich zu Hause versuchte wieder auf Betriebstemperatur zu kommen 😉 Abends traf ich mich noch mit einem Studienkollegen, der derzeit in Lissabon lebt und wir tauchten noch ein wenig in das Lissaboner Nachtleben ein.Liebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-SintraLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-SintraLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon_Sintra_16Liebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon_SintraLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon_Sintra

Tag 5 – Sonntag

Den letzten Tag unseres Trips wollten wir nochmal an die Küste fahren, denn ich wollte unbedingt meine Zehen in den Atlantik halten. Ich hatte vor einiger Zeit ein Bild von der kleinen Stadt Cascais gesehen, die rund 40 Minuten von Lissabon entfernt liegt und mit dem Zug super zu erreichen ist. Am letzten Tag unseres Trips meinte es der Wettergott wohl doch nochmal gut mit uns und wir durften uns über strahlenden Sonnenschein und warme Temperaturen freuen. Die kleine Stadt liegt idyllisch auf mehreren Felsen und bereits der erste Blick auf den Ozean brachte mein Herz zum Hüpfen. Über eine kleine steile Treppe erreichten wir die Bucht von Cascais und hinter ein paar Felsen fanden wir die perfekte Foto Location für unsere Outfitbilder. Wie ihr euch vorstellen könnt, nimmt das schon ein Weilchen in Anspruch, wenn gleich drei Blogger auf ihre Outfitbilder bestehen 😉 Nach der Arbeit kam dann, aber doch das Vergnügen und bei einem Bier wurde nochmal die Aussicht auf das Meer und den Horizont genossen. Solche Momente sauge ich förmlich in mir auf und geben mir wieder Energie für die nächsten Wochen. Für mich ist es einfach ein unbeschreibliches Gefühl, wenn ich die Weiten des Horizonts auf mich wirken lassen kann.Liebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-CascaisLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-CascaisLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-Cascais

Auf der Rückfahrt von Cascais stiegen wir einige Stationen früher aus und machten uns auf die Suche nach dem besagten LX Factory. Eine Tuk Tuk Fahrerin hatte uns den Tipp gegeben, dass wir unbedingt dort hinschauen sollten, denn in diesem Viertel sind unheimlich viele Flohmärkte, Vintage Läden und Veranstaltungen. Das Viertel besteht im Grunde aus alten Lagerhallen und Industriegebäuden, die wieder aufgewertet wurden, indem Bars, Restaurants und kleine Läden hinein gebaut wurden. In der Burger Factory gönnten wir uns nochmals einen Burger, ich mit Fleisch, Verena und Christian die Vegetarische Variante, bevor wir uns endgültig auf den Heimweg machten. Den Abend ließen wir zu dritt noch mit etwas Wein und dem Packen unserer Koffer ausklingen, denn um 2:30 Uhr klingelte bereits wieder unser Wecker.Liebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-CascaisLiebreizend-Fashionblog-Lifestyleblog-Travel-Diary-Lissabon-Cascais

Abschließend muss ich sagen, dass Lissabon eine unheimlich tolle, junge und dynamische Stadt ist. Es wird sehr viel gebaut und man spürt die Energie der jungen Leute, die dort leben. Der einzige Wermutstropfen ist, dass das Wetter nicht ganz so mitgespielt hat, aber im Großen und Ganzen haben wir das Beste draus gemacht und eine tolle Zeit zusammen in Lissabon verbracht. Eines steht für mich aber fest, dass ich schon mal wieder mal dorthin will und dann aber im Sommer mit Surfbrett 😉

Hier findet ihr übrigens Verenas Follow Me Around zum Lissabon Trip:

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12 Kommentare

    • Sarah
      Sarah
      Autor
      4. März 2016 / 10:50

      Jaaa find ich auch 🙂
      Sollten bald den nächsten Trip planen 😛
      Bussi

  1. 4. März 2016 / 10:18

    Oh Mann, ich LIEBE Lissabon. Eine der schönsten Städte überhaupt. Tolle Impressionen 🙂
    Liebe Grüße,
    Kathi

    • Sarah
      Sarah
      Autor
      4. März 2016 / 10:50

      Danke liebe Kathi, Lissabon ist einfach toll 🙂
      Alles Liebe,
      Sarah

  2. 6. März 2016 / 19:18

    Hach ja, Lissabon! Ich fand es dort einfach nur traumhaft schön! Schade, dass das Wetter so unbeständig bei euch war. Aber immerhin hat es ja am Strandtag anscheinend einigermaßen mitgespielt 🙂

    Liebe Grüße,
    Sonja von Join The Sunny Side

    • Sarah
      Sarah
      Autor
      6. März 2016 / 19:50

      Die Stadt ist trotzdem wunderschön 🙂 Wir waren einfach ein paar Wochen zu früh da 🙂
      Alles Liebe,
      Sarah

  3. 8. März 2016 / 7:17

    Dachte für deinen ausführlichen Einblick in eure Reise nach Lissabon! Ich höre in letzter Zeit so viel Gutes über Lissabon, ich muss auch unbedingt bald dorthin reisen! Dein Post macht es mir extra schmackhaft 😉

    xx Sarah-Allegra
    http://www.fashionequalsscience.com

    • Sarah
      Sarah
      Autor
      8. März 2016 / 9:22

      Jaa, Lissabon liegt irgendwie wohl grade richtig im Trend 🙂 Solltest du unbedingt machen 🙂
      Alles Liebe,
      Sarah

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